Feuer und Flamme
In Hawaii-Hemd, Shorts und Badeschlappen steht Marc Denzer (26), Schulklassenbetreuer der Feuerwehr Zweibrücken, vor den Kindern: "Sieht so ein Feuerwehrmann aus?" - "Nein! So sieht kein Feuerwehrmann aus", rufen die Kinder lachend, "das ist ein Sommer-Outfit!"
Die Mädchen und Jungen des Kindergartens Röntgenstraße aus Zweibrücken sind zu Besuch bei der Zweibrücker Feuerwehr, um in den Alltag der freiwilligen Helfer zu schnuppern. Nichts leichter als das: Das Sommeroutfit weicht Schritt für Schritt der Feuerwehrkleidung.
Nach einem kurzen Frühstück in der Feuerwache führt Marc Denzer die Kinder spielerisch an das Thema Feuerwehr heran. In großer Gruppe üben sie den Ernstfall: den Brand in einem Kinderzimmer. Denzer zeigt den Kindern, wie sie sich in diesem Fall verhalten müssten: alles liegen lassen und auf allen Vieren hinaus vor die Tür krabbeln. Der Sinn des Krabbelns ist, möglichst wenig von dem giftigen Rauch einzuatmen.
Nachdem jeder in Sicherheit ist, fehlt nur noch die Alarmierung der Feuerwehr. Jonas (6) und Michelle (6) dürfen die „112“ wählen und einen Notruf absetzen. Sie meistern den Anruf, indem sie sagen, wo sie sind und was passiert ist.
Anschließend erklärt Gerätewart Axel Gebauer in der Leitstelle, was nach Eintreffen des Notrufes passiert.
Patrick Frey (19), Mitglied der Löscheinheit Mörsbach zeigt, wie sich im Ernstfall eine Person in einen Freiwilligen Feuerwehrmann verwandelt. Kevin (6), Jule (6) und Michelle (6) dürfen sogar in Feuerwehrhose-, Helm- und Jacke schlüpfen. Auch Denzer wechselt Sommer-Kleidung in Feuerwehr-Uniform.
Doch am meisten sind die Kinder fasziniert von den vielen großen Feuerwehrautos, die sie sich in der Fahrzeughalle angucken. Sie sind beeindruckt von den vielen Dingen, die in einem Feuerwehrauto transportiert werden. Die Feuerwehr "ist eine spannende Sache, und die Kinder sind mit voller Begeisterung dabei.", sagt Erzieherin Helga Berger (60), die das Abschlussprogramm des Kindergartens seit Jahren betreut: "Und wenn sie selbst etwas ausprobieren dürfen, das ist das i-Tüpfelchen." Marc Denzer weiß: "In dem Alter sind Kinder früh fasziniert vom Naturelement Feuer, aber auch sehr lernfähig". Deshalb öffnet die Zweibrücker Feuerwehr seit über 10 Jahren Schulen und Kindergärten ihre Pforten. Die kindliche Neugierde können die Kinder durch Besichtigen und Anfassen stillen. Es ist wichtig, dass Kinder die Angst vor Feuer verlieren, aber niemals den Respekt davor.










