Chronik der Feuerwehr Zweibrücken
1590 | Laut einem Auszug aus der Stadtverordnung vom 20. 01. 1950 bestand schon ein Feuerschutzwesen. Am Nikolaustag (6. Dezember) sollten 24 Bürger auserwählt werden, die die Leitern, Haken und Eimer zum Feuer bringen sollten. Diese 24 Bürger sollten jedes Jahr am Nikolaustag neu bestimmt werden.
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1713 | Die erste Feuerspritze – wahrscheinlich eine kupferne Druckspritze- kam nach Zweibrücken. |
1746 | Laut der Feuer-Ordnung der Stadt Zweibrücken vom 14. 07. 1746 standen folgende Feuerlöschgeräte zur Verfügung:
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1769 | Am 26. 01. 1769 wurden die Herren Simon und Folz als Leiter der Eimerkette benannt. Außerdem wurden Bürger zur ersten kupfernen Spritze, zur zweiten hölzernen Schlund-Spritze, zu den hölzernen Handspritzen, zu den Haken, zu den Leitern sowie zu den Bütten und den ledernen Eimern eingeteilt. |
1750 | Bis zum Jahre 1750 wurde das so genannte Feuereimergeld (Beträge zum Ankauf von Feuereimern) von Zweibrücken von Menschen, welche Bürger werden wollten, an die Stadt entrichtet. |
1760 | Durch eine fürstliche Verordnung vom 11. 09. 1760 wurde verfügt, dass zur Vorbeugung von Feuergefahr in Zukunft alle neu zu errichtenden Gebäude in Städten und auf dem Lande nicht mit Stroh, sondern mit „Ziegelsteinen“ gedeckt werden sollten. |
1790 | Ein Zweibrücker Gesetz vom 16. – 24. 08. 1790 besagt, dass es "den Bürgermeistern besonders obliegt, zur möglichst schnellen Löschung ausgebrochener Brände alle ihnen zweckmäßig scheinenden Anforderungen zu treffen". |
1791 | Als das untere Stadttor niedergelegt wurde, brachte man das Torglöckchen ("Füchschen" genannt) in den Turm der Alexanderskirche, wo es seitdem als Feuersignal diente. |
1817 | Die Brandlöschverordnung vom 21. 03. 1817 besagt, dass sich die Schornsteinfeger im Brandfalle unverzüglich zur Brandstelle zu begeben hatten. |
1837 | Die Zweibrücker Brandlöschverordnung vom April 1837 gibt einen genauen Überblick über die vorhandenen Feuerlöschgeräte, über die Mannschaft (sie ist namentlich aufgeführt) und über deren Einteilung in verschiedene Piketts (Abteilungen). Die Löschgeräte bestanden aus der (wohl kurz vorher angeschafften) "neuen Spritze" Nr. 1, der Spritze Nr. 2, 3, 4 und einer Handspritze, aus Feuerleitern und –haken, Bütten, Röhren, Lederschläuchen und Ledereimern. Es gab eine Kommission für die Aufsicht über die Kamine, eine für die Aufsicht über die Feuergerätschaften, eine für das "Niederreißen von Gebäulichkeiten", eine zur Bildung der Reihen für die Feuereimerkette, eine zur Herbeischaffung von Feuerleitern und Haken, eine zum Abholen der Bütten, welche bei den Spritzen aufgestellt waren, eine zum Abholen der Bütten und "Röhre", die man bei den Brunnen aufstellte und eine zum Pumpen. Weiter gab es Abteilungen zum Abholen und Bedienen der 4 Spritzen, die wiederum in Mannschaften zum Schwanenhals (Strahlrohr), zum Schlauchlegen und zum Pumpen eingeteilt waren. |
1848 | Bis 1848 wurden nach den Feuerlöschordnungen verschiedene Bürger der Stadt vom Bürgermeisteramt zum Einsatz im Brandfalle verpflichtet. Allerdings hatte dies aber aus mangelnder Übung und Anhäufung zu vieler Menschen wohl nicht immer den gewünschten Erfolg. |
1850 | Seit 1849/50 stellten sich Freiwillige aus der Bürgerschaft für den Feuerschutz zur Verfügung und übernahmen, je nach ihren Fähigkeiten die verschiedenen Funktionen. Die Geräte und Ausrüstungen stellte die Stadt, die Freiwilligen übernahmen die gesamte Brandbekämpfung, übernahmen die Pflege der Geräte und hielten die Übungen ab. Das Feuerwehrgerät, mit dem die freiwillige Wehr arbeitete, bestand aus:
Wer um 1850 der erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr war, ist nicht bekannt. |
1856 | Am 22. 02. 1856 dankte der Bürgermeister Stengel für die entschlossene und unermüdliche Hilfe beim Löschen des Brandes im Grattel`schen Wohnhaus und am 13. 08. 1856 hatte sich "die hiesige Löschmannschaft beim Löschen des ausgebrochenen Brandes bei Geschwister Bally und Wtw. Warch durch Entschlossenheit und unermüdliche Tätigkeit rühmlichst ausgezeichnet." |
1857 | Den Zustand des Feuerwehrgeräts können wir dem Bericht einer Kontrolle vom Jahre 1857 entnehmen, wobei es wie folgt beschrieben wird:
Es wird bemerkt, "dass nicht wohl eine andere Stadt der Pfalz im Verhältnis ihrer Häuserzahl mit mehr und besserem Löschgerät versehen sein wird." |
1858 | Zu Ende des Jahres 1858 werden erstmals leinene Feuereimer genannt und deren Vorzug gegenüber den ledernen und den ausgepichten Stroheimern hervorgehoben. |
1859 | Am 03. 10. 1850 sollte die "aufgelöste Feuerwehr wieder ins Leben gerufen und gehörig organisiert werden". |
1860 | Es ist bekannt, dass am 19. 10. 1860 Helme im Wert von 1100 Gulden beschafft wurden. Kommandant war wahrscheinlich Karl Bruch, Direktor der Aktienbrauerei Tivoli. |
1866 | Im Jahre 1866 erhielt die freiwillige Feuerwehr Trommeln, so dass die Alarmierung von der Wehr selbst vorgenommen werden konnte. |
1869 | Am 23. 03. 1869 beschlossen die Feuerlöschkommission mit Branddirektor Joh. Bapt. Wolff (Fabrikant), die Stadträte Dingler und Franck Peter sen. und Direktor Karl Buch die Anschaffung eines Hydrophors für 400 Thaler. |
1874 | Nach dem Kriege 1870/71 erfolgte am 04. 02. 1874 eine weitere Reorganisation der Feuerwehr. Es wurden Löschapparate im Wert von 10.300 Gulden angeschafft. 1874 wurde der Schreinermeister Philipp Nikolaus Profit Kommandant. Seine näheren Mitarbeiter waren die Hauptleute Schöndorf (Maurermeister), Barthold (Zimmermeister) und Loch (Zimmermeister). Am 23. 10. 1874 erfolgte die Genehmigung der revidierten Feuerlöschordnung. Die Tätigkeit erstreckte sich in der Folge nicht nur auf die Brandbekämpfung, sondern auch auf Hilfe bei sonstigen Katastrophen, wie z. B. Hochwasser. 1874 wurde auch ein städtischer Nachen angeschafft. (Größere Überschwemmungen im Stadtgebiet ereigneten sich: 1836 (Hochwasser mit Eisgang), 1850, 1882, 1920 und 1948) |
1877 | In Zweibrücken wurde am 06. 04. 1877 ein Verwaltungsrat für die Feuerwehr eingesetzt, der aus dem Kommandanten, Hauptmännern, 2 Obermännern, 2 Rottenführern, 2 Wehrmännern und einem Schriftführer bestand. |
1881 | Am 16. 12. 1881 beschloss man die Anschaffung von Signalhörnern für die Feuerwehr. Ab dieser Zeit wurden zur rascheren Brandbekämpfung gefüllte Wasserfässer auf Wagen von der Löwenburg- und Park-Brauerei zum Brandplatz gefahren und die mit einem solchen zuerst angekommenen Fuhrleute wurden von der Stadtverwaltung durch eine Geldspende belohnt. |
1897 | Als Kommandant folgte nach Profit der Zimmermeister Peter Loch. 1897 wurde die Telefonverbindung des Spritzenhauses mit Türmer und der Polizei hergestellt. Das Spritzenhaus befand ich im Rückgebäude des Rathauses, wo die Geräte in Schuppen untergebracht waren. Feuerwehrdiener war Schuhmacher Diehl, der auch bei Alarm die Trommel schlug. Trompeter war Heinrich Hoffmann.
An neuerem Gerät war vorhanden:
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1889 | Nach Peter Loch übernahm wohl vor 1889 der Kaufmann Hermann Wery den Posten des Kommandanten. Als dessen nähere Mitarbeiter kennen wir Louis Neumüller (Sattler, später Inhaber der Bayer. Notenbank) und Kuhn (Zichoriefabrik). |
1895 | Auf den Kommandanten Wery folgte wohl vor 1895 der schon am 01. 04. 1874 zur Feuerwehr eingetretene Kaufmann Johann Bachmann, der sein Amt bis 18. 05. 1914 innehatte (40 Jahre Feuerwehrdienst). Seine näheren Mitarbeiter waren Adolf Kuhn (Zichoriefabrik), Karl Bayer (Bader), Andreas Kennerknecht (Kaufmann), Karl Schöller (Schreinermeister), Georg Mohr (Maurermeister), Karl Baum (Kaufmann), Jakob Grobholz (Geschäftsmann), Karl Albert (Färbermeister) und Philipp L’ami (Polsterermeister), später Ad. Schwinn junior, Fabrikant Althof und Heinrich Auerbacher (Kaufmann), Fritz Kennerknecht (Baumeister), Joh. Reithinger (Bankdirektor) und Karl Faltermayer (Malermeister). Die Kommandanten und Hauptleute trugen zu dieser Zeit Helmbüsche (rot, weiß und schwarz). |
1899 | Von der Parkbrauerei bis zu den Kaufhäusern am Markt bestand eine private Wasserleitung; 1899 wurden in diese Leitung 2 Hydranten eingebaut, einer in der Hofenfelsstraße, der andere am Marktplatz. Diese Neuerung bedingte die Anschaffung von Standrohren und Schlüsseln. Die Standrohre, die anfangs in primitiver Art in Kupfer ausgeführt waren, erfuhren im Laufe der Jahre manche Verbesserung und sind jetzt in genormter Leichtmetallausführung handlich und brauchbar. |
1900 | Um 1900/01 wurde die städtische Wasserleitung gelegt. Durch den Einbau von Hydranten wurde die Wasserzufuhr nun auf diese weit angenehmere Art bewerkstelligt, und die Löscheimerkette konnte fortan wegfallen. In der Folge wurden Hydrantenwagen und Hydrantenkarren angeschafft. Nach 1900 erfolgte auch die Anschaffung einer großen Ausziehleiter. |
1912 | Im Jahre 1912 wurde ein Gebäude der ehemaligen Chevauxlegers – Kaserne am Bleicherbach zu einem Spritzenhaus umgebaut und die Geräte dort untergebracht. Der Gerätewart Georg Wind senior (Blechschmied) wohnte mit seiner Familie in diesem Gebäude und betreute hinfort Geräte und Ausrüstungen. |
1914 | Dem verdienten Kommandanten Bachmann, der seit 1889 auch die Leitung der freiwilligen Sanitätskolonne Zweibrücken übernommen hatte, folgte ab 18. 05. 1914 der Fabrikant Karl Schöller, welcher unter schwierigen Verhältnissen (Mannschaftsmangel) während des Weltkriegs 1914/18 und des Hochwassers 1920, bis 07. 02. 1920 der Wehr vorstand. Auch er war ein erfahrener Feuerwehrmann mit 46 Jahren Feuerwehrdienstzeit. Sein Adjudant war Johann Kreßmann (Kaufmann). Unter der Leitung von Schöller wurde eine Alarmmannschaft gebildet; 4 Alarmkarren wurden an verschiedenen Stellen der Stadt stationiert (bei Lettinger, Schöller, Faltermayer und Germann). Zur besseren Alarmierung wurden Alarmglocken in den Wohnungen der Alarmwehrmänner angebracht. |
1920 | Ab 27. 04. 1920 übernahm Ludwig Fallenstein (geb. Zweibrücken 15. 02. 1885, gest. zu Bayreuth in der Evakuierung am 25. 11. 1939) die Leitung der Wehr. Er setzte sich mit ganzer Kraft für die Feuerwehr ein. Seine näheren Mitarbeiter waren Kaufmann Sebastian Moerz und der langjährige Feuerwehrmann Jakob Eicher als 2. Kommandant. |
1922 | Die Zweibrücker Wehr erhielt im Jahre 1922 ihre erste Motorspritze. Diese Motorspritze kaufte der Kommandant Falkenstein, da die Genehmigung der Stadt noch nicht vorlag, zum Preise von 260.000 Mark zunächst auf eigene Rechnung. Acht Monate später wurde der Betrag von der Stadtverwaltung an Herrn Falkenstein ausbezahlt und die Spritze ging somit rechtmäßig in den Besitz der Stadt über. Die Motorspritze bewährte sich in Hunderten von Einsätzen und tat ihren Dienst noch bis 1945. Die bestehende Alarmwehr wurde aus den Reihen der verschiedenen Abteilungen ergänzt und bildete eine einsatzfreudige Alarmmannschaft. Ihr erster Führer Georg Faust zeichnete sich durch unermüdliche Förderung, Ausbildung und Organisation dieser schlagkräftigen Abteilung aus. |
1926 | Seit 1926 war die Einrichtung getroffen, dass bei Kleinbränden einzelne mit Handfeuerlöschern ausgerüstete Feuerwehrleute auf Fahrrädern zur Brandstelle vorausfuhren, wodurch diese Brände oft schon vor Eintreffen des Fahrzeugs gelöscht oder wenigstens eingedämmt werden konnten. |
1928 | 1928 wurde von der Post ein gebrauchet Omnibus gekauft; er diente zum Gerät- und Mannschaftstransport und wurde auch zu Abschleppdiensten verwendet. |
1933 | Nach Erkrankung das bewährten Kommandanten Fallenstein wurde am 27. 04. 1933, nachdem Schlossermeister Otto Marx die Wahl ablehnte, Klempnermeister Heinrich Eisel (geb. Zweibrücken 23. 11. 1884) mit der Leitung der Wehr betraut. Seine näheren Mitarbeiter waren der stellvertretende Kommandant Jak. Eicher, der 1. Adjudant Konrad Witzgall, der langjährige Zeugmeister Reinh. Haubensak und Friseur Theo Günthert. |
1938 | Durch neue Bestimmungen wurde am 01. 04. 1938 der Spediteur Fritz Mayer (geb. Zweibrücken 22. 07. 1898) Wehrführer, dessen Stellvertreter Jakob Rottmann, Friseur. Seine näheren Mitarbeiter waren Ludwig Grosklos (Kaufmann) und Fritz Schmitt (Baumeister). |
1939 | Nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges blieben folgende Wehrmänner zum Feuerschutz für die geräumte Stadt und den Landkreis dienstverpflichtet (und besoldet) in Zweibrücken zurück und wurden im westlichen Flügel des Justizgebäudes kaserniert |
1940 | Nach der Rückführung der Bevölkerung im Jahre 1940 erhöhte sich der Mannschaftsstand wieder auf 144 Mann. |
1942 | Nach Beurlaubung des Kreisführers Mayer (1942) übernahm Oberzugführer Ludwig Grosklos (geb. Zweibrücken 24. 07. 1899) die Führung der Wehr und wurde am 29. 10. 1943 als Kreisführer eingesetzt. |
1944 | Im März 1944 wurde unter Leitung des Hauptwachtmeisters Bayer ein Gasspür- und Entgiftungstrupp gebildet. Die sich nunmehr häufenden Fliegerangriffe brachten immer mehr Unruhe in das Leben unserer Stadt. Immer öfter heulten bei Tag und Nacht die Alarmsirenen; die Bevölkerung strömte in die Luftschutzkeller, während die Feuerwehr jedes Mal ausrückte, um einsatzbereit zu sein und ihre Fahrzeuge an weniger gefährdeten Stellen außerhalb der Stadt zu bringen. Die große Explosion auf dem Bahngelände vor dem Güterbahnhof am 28. 09. 1944, verursacht durch einen Jagdbomberangriff, richtete in der Schillerstraße und in Bubenhausen großen Schaden an; in der Folge war die Wehr mit Bergungsarbeiten beschäftigt. |
1945 | Die Fliegerangriffe auf Zweibrücken am 03. und 07. Januar 1945 brachten der ganzen Mannschaft ununterbrochene Tag- und Nachteinsätze. Erschwert wurde die Löscharbeit durch die Zerstörung der städtischen Wasserleitung und dadurch, dass die großen Löschfahrzeuge mit dem Spritzenhaus am 07. Januar 1945 ein Opfer des Bombenangriffs wurden. Dankbar sei auch der Hilfe der Wehren aus dem Landkreis Zweibrücken und auswärtiger städtischer Wehren gedacht, die in Zweibrückens schweren Tagen nach besten Kräften Beistand leisteten. Durch die Vielzahl der Brände waren oft nur kleine Trupps, ja sogar manchmal nur 1 bis 2 Mann zum Löschen eines Brandes verfügbar, was – bei Kälte und Glatteis – große Anforderungen an den Einzelnen stellte. Durchnässt und tagelang ohne Schlaf setzten sich die Mannschaften in vorbildlicher Weise zur Rettung der Stadt ein. Da auch die bisherige Unterkunft der Mannschaft (Keller des Justizgebäudes) stark beschädigt war, bezogen die Wehrmänner einen Raum im Himmelsbergkeller, nachdem sie sich diesen vorher hergerichtet hatten. Als Ersatz für die verlorenen Fahrzeuge wurden zwei Löschfahrzeuge aus Saarlautern und Völklingen, die bei Nohfelden untergestellt waren, der Zweibrücker Wehr zur Verfügung gestellt. Diese wurden im Januar 1945 notdürftig in Scheunen auf dem Himmelsberg (in der Nähe des Unterkunftskellers) untergebracht. Stetig einander folgende Jagdbomberangriffe, Brandbombenabwürfe und Beschuss brachten anhaltende Arbeit für die Wehr. |
1946 | Nach dem Ausscheiden von Konrad Witzgall (Ende April 1946) übernahm der bisherige Adjudant Johann August Leiner (geb. Zweibrücken 08. 04. 1897) die Leitung der Wehr. |
1948 | Mit der Währungsumstellung wurde die besoldete Feuerwehr aufgelöst. Als Feuerwehrkommandant und als Kreisbrandinspekteur für den Stadt- und Landkreis Zweibrücken trat Heinz Abraham (geb. Zoppot 08. 09. 1919) in Erscheinung. |
1949 | Nach der Währungsreform boten sich neue Möglichkeiten zur Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen und Geräten, und die Stadtverwaltung konnte ein neues Löschfahrzeug (LF 15) und eine fahr- und anhängbare Ausziehleiter (AL 17) in den Dienst der Wehr stellen. Auch wurden Arbeitskleidung und neue schwarze Uniformen (mit Ärmel- und Rangabzeichen) beschafft. |
1950 | Kreisbrandinspekteur Abraham schied im April 1950 als Kommandant aus. Zum vorläufigen Leiter der Feuerwehr wurde von der Aufsichtsbehörde (Bürgermeisteramt) Johann August Leiner (Kaufmann) bestimmt, der mit Unterstützung des neu gegründeten Verwaltungsrats die technischen Angelegenheiten der Wehr leitete. |
1955 | Für den aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Wehrführer August Leiner, Kaufmann, wurde der Gärtnermeister Paul Wilden, der seit dem Jahre 1924 Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr war, durch Stadtratsbeschluss vom 16. 09. 1955 im Rang eines Oberbrandmeisters mit der Führung der Wehr betraut. |
1956 | Ab dem Jahr 1956 nahm unsere Feuerwehr, vorbildlich durch die Stadtverwaltung unterstützt, einen großen Aufschwung. |
1957 | So wurden 1957 ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16) und ein VW-Bus angeschafft. 1957/58 entstand am alten Platz in der Bleicherstraße ein neues, modernes Feuerwehrhaus. |
1959 | 1959 wurde ein weiteres Tanklöschfahrzeug in den Dienst gestellt. |
1961 | Im Jahre 1961 wurde ein Schlauchwagen (S 1000) in den Dienst gestellt. |
1962 | Im Jahre 1962 wurde eine Motordrehleiter (MDL 30h) in den Dienst gestellt. |
1966 | Im Jahre 1966 wurde ein weiterer Mannschaftswagen angeschafft. |
1967 | Im September 1967 wurde durch die Initiative von Wehrführer Paul Wilden und finanziert durch Spenden eine Fahne erworben. Unter dem Leitsatz, der auch auf der Fahne steht: |
1968 | Im Jahre 1968 wurden eine LF 16 in Sonderausführung mit Vorbauwinde und ein Ölunfallhilfswagen in Dienst gestellt. Unfallhilfe- und Tragkraftspritzen-Anhänger (UHA und TSA) sowie 3 Stromerzeuger, Trockenlöscher (P250), Schlauchboot und Geräte für die Bekämpfung von Ölunfällen vervollständigten die Ausrüstung unserer Feuerwehr. |
1970 | Auf eigenen Wunsch trat im September 1970 Brandinspektor Paul Döring zurück. Paul Döring hat in seiner Zeit als Wehrführer die Feuerwehr gekonnt und umsichtig geführt. Als Nachfolger wurde Oberbrandmeister Karl Schmieg gewählt. |
1972 | Im Jahre 1972 konnte die Freiwillige Feuerwehr Zweibrücken auf eine 50-jährige Motorisierung zurückblicken. Mit einem Tag der "offenen Tür" und einem Festball wurde dieses Ereignis in einem würdigen Rahmen begangen. |
1974 | Am 01. Juli 1974 trat das neue Landesgesetz über den Brandschutz und die technische Hilfe für das Land Rheinland-Pfalz in Kraft. Das alte Gesetz über das Brandschutzwesen vom 11. Mai 1949 trat gleichzeitig außer Kraft. Damit ergaben sich wesentliche Neuerungen für alle Wehren im gesamten Land. |
1975 | Um die Schlagkraft der Feuerwehr zu erhöhen, wurde 1975 ein RW 2 bestellt, der bis zum Ende des Jahres in Dienst gestellt wurde. Am 24. 05. 1975, 31. 05. 1975 und 01. 06. 1975 wurde ein großer Festakt zum 125-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Zweibrücken abgehalten. |
1975 | Durch tatkräftige Unterstützung des Stadtrats konnte die Ausstattung der Feuerwehr in den nächsten 15 Jahren wesentlich ergänzt und verbessert werden. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 17 Fahrzeuge neu beschafft: |
1975 | Rüstwagen RW 2 |
1978 | 1 Tanklöschfahrzeug 24/50 (Großtanklöschfahrzeug) |
1979 | 1 Tanklöschfahrzeug 16 |
1980 | 1 Einsatzleitwagen 2 |
1981 | 1 Tragkraftspritzenfahrzeug |
1982 | 1 Tragkraftspritzenfahrzeug |
1983 | 1 Tragkraftspritzenfahrzeug |
1984 | 1 Drehleiterfahrzeug DLK 23/12 |
1985 | 1 Einsatzleitwagen 1 |
1987 | 1 Gerätewagen - Öl |
1990 | 1 Löschfahrzeug 16 |
1985 | Die Wehr wurde seit dem 01. November 1985 durch Stadtfeuerwehrinspekteur Oskar Theisinger vorbildlich geführt. Er übernahm das verantwortungsvolle Amt von Stadtfeuerwehrinspekteur Hans Messerer, der nach Erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst ausschied. Ab 1976 stand er den Wehren aus Stadt und Land vor. |
1990 | Natürlich durfte auch die Gerätebeschaffung nicht vernachlässigt werden. Die Ausrüstung mit modernsten Geräten wurde stets dem neuesten Stand angepasst. Die gesamten Fahrzeuge wurden mit so genannten Vielkanalfunksprechgeräten ausgestattet. Außerdem wurden die Feuerwehrangehörigen mit Funkalarmempfängern ausgerüstet und somit die Alarmierung grundlegend verbessert. Durch die Einführung des neuen Landesgesetzes wurden auch die Ausbildungsmaßnahmen für die Feuerwehrangehörigen erneuert. Die Ausbildung unserer Feuerwehr richtet sich nach bundeseinheitlichen Feuerwehr-Dienstvorschriften.
Die Freiwillige Feuerwehr Zweibrücken verfügte 1990 über 124 ausgebildete Feuerwehrfrauen und -männer. Dazu kamen eine Rettungshundestaffel mit 6 Rettungshundeführern bzw. -führerinnen und deren Hunden. Eine Jugendfeuerwehr in Stärke von 20 Jugendlichen (Mädchen und Jungen) bildete den Nachwuchsbereich. |
1991 | 1 Mannschaftstransportwagen (MTW) |
1993 | 1 Messfahrzeug-Gefahrgut (MefG) |
1994 | 1 Gerätewagen-Atemschutz (GW-AS) |
1996 | 1 Gerätewagen Gefahrgut (GWG 2) |
1997 | 1 Mannschaftstransportfahrzeug mit Ladefläche (MTW-L) |
2000 | 1 Rüstwagen (RW 2/Kran) |
| Die in den Jahren 1993 bis 1996 beschafften Fahrzeuge sind Bestandteile des Gefahrstoffzuges. Dieser Zug musst im Rahmen eines Gefahrstoffkonzeptes des Landes Rheinland-Pfalz aufgestellt werden. Er dient insbesondere zur Bekämpfung von Unfällen mit gefährlichen Stoffen etc. und bildete einen der zuvor angesprochenen neuen Aufgabenbereiche, der von der Feuerwehr zu übernehmen war. Das wesentliche Ereignis in den Jahren 1990 bis 2000 bildete jedoch der Feuerwehrhausneubau. |
1992 | Nachdem das Änderungsverfahren abgeschlossen war, konnte mit der Ausschreibung der einzelnen Gewerke begonnen werden. Anschließend wurden die ersten Bauaufträge erteilt. Baubeginn war der 05. November 1992. |
1993 | Das Richtfest konnte am 07. Oktober 1993 gefeiert werden. Dies war gleichzeitig ein Geburtstagsgeschenk an den Ehrenwehrführer Paul Wilden, der an diesem Tag seinen 90. Geburtstag feiern konnte. |
1995 | Nachdem auch die weiteren Arbeiten planmäßige Fortschritte machten, konnte das neue Domizil zu Beginn des Jahres 1995 bezogen werden. |
2000 | Stadtfeuerwehrinspekteur Oskar Theisinger schied zum 01. 01. 2000 nach 50-jähriger pflichttreuer Tätigkeit aufgrund des Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr aus. Aufgrund seiner hervorragenden Verdienste um das Feuerwehrwesen über unsere Stadtgrenzen hinaus wurde er mit dem Goldenen Feuerwehrehrenzeichen als Steckkreuz durch den Innenminister geehrt. Darüber hinaus wurde ihm durch die Stadt als dankbare Anerkennung seiner außergewöhnlichen ehrenamtlichen Leistung die Stadtehrenplakette in Silber überreicht. In seiner Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes Zweibrücken blieb er jedoch auch weiterhin aktiv der Feuerwehr erhalten. |
2007 | Im Jahr 2007 wurde das Alarmierungskonzept der Feuerwehr Zweibrücken grundlegend überarbeitet. Aus den bisherigen vier Alarmschleifen wurden drei neue Hauptschleifen gebildet, die den Zügen zugeordnet wurden. Die Alarmschleifen der Vororte blieben unverändert, die Löscheinheit Mörsbach wurde dem Zug 3 zugeordnet, die Löscheinheiten Rimschweiler und Wattweiler werden nur einzeln alarmiert, eine Alarmschleife für den Zug 4 wurde nicht eingeführt. Neu geregelt wurden in diesem Zuge auch das Ausrückegebiet. So wurden die Vororte gewissen benachtbarten Stadtteilen zugeordnet, da diese die jeweiligen Gebiete schneller erreichen als Fahrzeuge der Hauptwache. |
2008 | Im Jahr 2008 konnte nach langer Planungsphase und einigen Problemen seitens des Herstellers endlich der neue MTF mit dem Funkrufnamen Florian ZW-19 in Dienst gestellt werden. |



