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Ausgelöste Brandmeldeanlage im Reinraum (Brandeinsatz)

07.03.2010 12:37 Uhr
Einsatzkategorie: BMA
Einsatzort: Zweibrücken, Amerikastraße, Fachhochschule
Nicht alltäglicher Einsatz, ausgelöste Brandmeldeanlage im Reinraum der Fachhochschule Zweibrücken
Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurde am Sonntag Mittag die Feuerwehr Zweibrücken über die Brandmeldeanlage alarmiert. "Ausgelöste Brandmeldeanlage Fachhochschule" lautete das Stichwort.
Für die ersten Kräfte am Einsatzort bot der Schlüsseltresor die erste Herausforderung, dieser lies sich nicht öffnen, so dass die Kräfte zur Erkundung um die Gebäude geschickt wurden um das Gebäude, in welchem die Anlage ausgelöst hatte zu lokalisieren. Über diese Methode fanden die Kräfte heraus, dass es sich um das Gebäude KL handelte, in welchem sich auch der Reinraum befindet.
Während die Leitstelle versuchte Hausmeister oder Sicherheitsdienst zu erreichen, erkundeten die Kräfte das Gebäude von außen. Bei der Erkundung wurde ein Mann angetroffen, der bei Auslösung der Anlage im Reinraum gearbeitet hatte. Über diesen Herrn gelangten die Einsatzkräfte in das Gebäude und begannen hier mit der Suche nach dem ausgelösten Melder.
Die Suche gestaltete sich als sehr schwierig, da der Schlüsseltresor immer noch nicht geöffnet werden konnte und so auch kein Zugang zu den Laufkarten und der Anzeige der Anlage bestand.
Bei der weiteren Erkundung meldete ein Trupp plötzlich einen ausgelösten Gasalarm in einem offen stehenden Laserlabor. Sofort ging ein Trupp mit Messgeräten unter Atemschutz in das Labor vor, konnte aber schnell Entwarnung geben, hier waren keine Gefahren zu messen.
Kurz nach diesem Ereignis gelang den Einsatzkräften den Schlüsseltresor doch noch zu öffnen und sich so Zugang zu Anzeige und Laufkarten zu verschaffen. Zeitgleich traf ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ein.
Über die Laufkarte konnte ermittelt werden, dass sich der Melder im Graubereich im Reinraum befindet. Ein Feuerwehrangehöriger und der zuvor im Reinraum arbeitende Mann zogen sich die Arbeitsanzüge vor und betraten die Räumlichkeiten um den Melder ausfindig zu machen.
Nach kurzer Suche wurde der Melder direkt vor der Lithografie ausfindig gemacht.
Die beiden Männer nahmen einen leichten Brandgeruch an dieser Stelle war.
Da die Suche in diesem Bereich nichts ergab, wurde dem Feuerwehrmann im Reinraum über die Schleuse die Wärmebildkamera übergeben, mit der sowohl der Graubereich, als auch der Reinraum selbst abgesucht wurde.
Zeitgleich suchten andere Kräfte die Räumlichkeiten über dem Reinraum sowie die Lüftungsanlagen ab.
Inzwischen traf ein für den Reinraum Verantwortlicher der Fachhochschule an der Einsatzstelle ein und äußerte die Vermutung, dass die Ursache für den Brandgeruch aus der Zwischendecke zwischen Lithografie und Decke käme. Auf Grund dieser Aussage wurde eine Klappe zur Zwischendecke geöffnet. In dem hinter der Klappe liegenden Raum war der Geruch noch einmal stärker. Hierin befanden sich Lüfter und Motoren, die in der Lithografie einen Überdruck herstellen. Die Motoren wurden mit Hilfe der Wärmebildkamera abgesucht, auch hier konnte keine Feststellung gemacht werden. Zur Sicherheit schaltete der Verantwortliche die Motoren ab.
Die Feuerwehr schaltete die Anlage wieder in Betrieb und rückte ab.

Einsatzkräfte

Feuerwehr: 30
Sonstige Einsatzkräfte: Polizei, Verantwortlicher Fachhochschule
Alarmschleifen: Gerätewarte, Mörsbach, Zug 1, Zug 2
Einsatzdauer: 2 Stunden, 30 Minuten